Der Wächter vor der Tür
Wie unser innerer Schutz entsteht – und wie wir wieder frei entscheiden
Autor: Ralf Calabrese · Genre: Ratgeber & Sachbücher · Format: Taschenbuch · Preis: € 14,99 · Umfang: 229 Seiten · Psychologie / Beziehungen / Selbstreflexion
„Der Wächter vor der Tür“ beschäftigt sich mit unseren inneren Schutzmechanismen und der Frage, weshalb wir manchmal genau das tun, was unseren eigenen Bedürfnissen scheinbar widerspricht.
Wir wünschen uns Nähe und gehen trotzdem auf Abstand.
Wir möchten vertrauen und bleiben dennoch vorsichtig.
Wir wünschen uns Beziehungen, halten Menschen aber manchmal gleichzeitig von uns fern.
Hinter solchen Verhaltensweisen können Erfahrungen stehen, die uns geprägt haben.
Der „Wächter“ steht sinnbildlich für diesen inneren Schutz. Er prüft, hält Abstand und versucht zu verhindern, dass etwas erneut weh tut.
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5 Fragen an Ralf Calabrese
Der Autor hinter „Der Wächter vor der Tür“ im EbookTicker-Kurzinterview
Wie kam es dazu, dass du dieses Buch geschrieben hast?
Mich hat interessiert, weshalb bestimmte Reaktionen so tief in uns verankert sein können. Schutzmechanismen entstehen nicht unbedingt, weil mit einem Menschen etwas nicht stimmt. Manche waren irgendwann sinnvoll. Sie haben uns vielleicht geholfen, mit Verletzungen, Enttäuschungen oder Unsicherheit umzugehen.
Schwierig wird es dort, wo dieser Schutz weiterarbeitet, obwohl sich unsere Lebenssituation längst verändert hat. Genau daraus entstand für mich das Bild vom Wächter vor der Tür.
Ich wollte kein Buch darüber schreiben, wie man diesen Wächter bekämpft oder loswird. Mich interessiert vielmehr, weshalb er überhaupt dort steht. Denn erst wenn wir unsere eigenen Reaktionen besser verstehen, können wir auch bewusster entscheiden, ob wir diesen Schutz heute tatsächlich noch brauchen.
Was war dein schönster oder schwierigster Moment beim Schreiben?
Der schwierigste Moment beim Schreiben war für mich eindeutig bei „Ich will da nicht mehr hin“. Da die Geschichte auf tatsächlichen Erlebnissen basiert, musste ich vieles noch einmal sehr bewusst durchgehen. Mir war wichtig, ehrlich zu bleiben und nichts zu beschönigen, gleichzeitig aber die Privatsphäre der beteiligten Personen zu schützen. Diese Balance war nicht immer einfach.
Gleichzeitig war genau das auch einer der schönsten Aspekte des Schreibens: Aus etwas sehr Belastendem ist am Ende ein Buch entstanden, das anderen Kindern und Familien vielleicht dabei helfen kann, bestimmte Warnzeichen früher zu erkennen oder überhaupt miteinander ins Gespräch zu kommen. Wenn daraus bei nur einer Familie ein Gespräch entsteht, das vorher nicht möglich war, hat das Buch für mich bereits etwas erreicht.
Auch bei „WIR.“ und „Der Wächter vor der Tür“ war der Schreibprozess teilweise sehr persönlich. Gerade wenn man nicht nur über andere Menschen schreibt, sondern auch die eigenen Sichtweisen und Reaktionen hinterfragt, kommt man beim Schreiben an Punkte, an denen man sich selbst nicht ausweichen kann. Genau das macht solche Bücher für mich aber auch glaubwürdig.
Für wen ist das Buch gedacht und wer wird es besonders mögen?
Das Buch richtet sich an Menschen, die ihre eigenen Verhaltens- und Beziehungsmuster hinterfragen möchten, ohne sich dafür verurteilen zu müssen.
Wer bist du, seit wann schreibst du und was sollten deine Leser über dich wissen?
Ich bin Ralf Calabrese und schreibe über Themen, die mich selbst bewegen und bei denen mir auffällt, wie oft Menschen vorschnell verurteilt werden. Mich faszinieren zwischenmenschliche Dynamiken, prägende Lebenserfahrungen und das, was hinter der sichtbaren Fassade liegt. Dabei möchte ich keine fertigen Wahrheiten vorgeben, sondern Denkanstöße liefern und Raum lassen, damit Leser ihre ganz eigenen Schlüsse ziehen können.
Wo findet man dich außerdem, zum Beispiel auf deiner Website oder in den sozialen
Medien?
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